Um ein friedvolles Zusammenleben mit Hunden zu ermöglichen, ist es wichtig, die Signale eines Hundes zu verstehen und sie entsprechend deuten zu können. Hierbei gibt es entsprechende Richtlinien, welche im allgemeinen erläutern, welches Kommunikationsmittel des Hundes, welche Information vermitteln möchte. Dabei ist jedoch zu beachten, dass je nach Situation und Hund, dies variieren kann und nicht jeder Kommunikationsversuch des Hundes das gleiche bedeutet.

Hundeverhalten
Hunde haben genau wie Menschen die Fähigkeit zu kommunizieren. Das machen sie durch verschiedene Laute, Gestik und Mimik. Genauso wie beim Menschen ist das wichtigste Kommunikationsorgan bei Hunden die Körpersprache. Für Menschen ist es besonders wichtig, diese Körpersprache der Situation entsprechend lesen zu können, da dies ein gutes Miteinander zwischen Mensch und Hund ermöglicht und vereinfacht.
Das Schwanzwedeln
Das Schwanzwedeln ist das bekannteste Mittel der Hundesprache und wird oft als freudige Geste interpretiert. Jedoch ist das nicht immer der Fall. Hierbei ist es wichtig, darauf zu achten, in welcher Höhe sich die Rute des Hundes befindet, da dies ein wichtiger Hinweis darauf ist, in welcher Stimmung sich der Hund in diesem Moment befindet.
Die folgende Auflistung gibt Auskünfte darüber, welche Rutenhöhe, welche Stimmung bedeutet:
- weit nach oben gestreckte Rute und wildes hin und her wedeln ->Freude und Begeisterung
- nach unten hängende Rute -> Entspannung
- heruntergezogene Rute und eventuelles Schwanzwedeln -> Angst und Unsicherheit
Beschwichtigungssignale – „Calming Signals“
Beschwichtigungssignale, oder auch „Calming Signals“ genannt, werden von Hunden genutzt, um sich selbst oder andere Tiere und Lebewesen zu beruhigen oder zu beschwichtigen. Diese Signale und Hinweise bedeuten, dass der Hund irritiert oder verunsichert ist. Hunde verwenden sie jedoch auch im Alltag regelmäßig und deshalb müssen sie nicht unbedingt auf Unruhen hinweisen.
Zu den Beschwichtigungssignalen zählen z. B.: Kopfabwenden oder Kopfsenken, gähnen, schnüffeln, langsamere Bewegungen als üblich, urinieren und kratzen.
Unterwürfigkeit ausdrücken
Hunde zeigen vor allem dann ihre Unterwürfigkeit, wenn sie sich bedroht oder verunsichert fühlen. Die Unterwürfigkeit wird vor allem durch das Vermindern der eigenen Körpergröße gezeigt.
Beispiele dafür sind:
- in die Hocke gehen
- auf den Rücken legen
- ducken
- Ohren anlegen

“Wusstest du schon, dass die Hundesprache mehr als
300 verschiedene Ausdrücke für das Wort Liebe kennt?” – Gabrielle Zevin
Dominanz und Aggresivität anzeigen
Hunde plustern oder richten sich auf um ihre Dominanz auszudrücken, dabei lehnen sie sich außerdem weit nach vorne. Ein weiter und nach vorne gerichteter Blick zeigt Furchtlosigkeit und Selbstsicherheit. Um eine Drohung auszusprechen verengen Hunde ihre Pupillen, zeigen ihre Zähne und strecken ihre Ruten steil und weit nach oben.
Das Knurren
Das Knurren eines Hundes wird von vielen Menschen sehr oft falsch verstanden und interpretiert. Wenn ein Hund knurrt, bedeutet das nämlich nicht nur, dass er aggressiv oder bedrohlich ist, sondern auch dass der Hund Angst, Unbehagen, freudiges Erregen oder Schmerzen verspürt.
Begegnungen mit fremden Hunden
Begegnungen mit anderen Hunden bedeuten für viele Hundehalter Stress und Angst. Jedoch muss das nicht sein, denn mit den entsprechenden Tipps, verlaufen auch Begegnungen mit Fremden angst- und stressfrei. Ratschläge dafür sind z. B.:
- ruhig bleiben
- hektische Bewegungen vermeiden
- kein direkter Augenkontakt
- nicht lächeln – keine Zähne zeigen
- Vermeidung von frontalen Berührungen des Hundekopfes
